Lesenswerte für Lebenswer(k)te

Die "Macher" dieser kleinen Buchreihe.

Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann, Rom

Bischof Václav Malý, Prag

Heinz Fennekold

Wilhelm Naber

Udo Fischer

Paul Reding

1989 (Zweite Auflage 2016)

Textauszug:

Worte

Worte haben ihre eigene Zeit,
sprechen von der Freude, nennen Leid und schlichten Streit,
sind meistens froh gemeint.

Manche Worte wollen, dass man weint.
Worte haben ihr eigenes Leben,
können uns und unsre Welt bewegen,
flüstern leise, ganz auf ihre Weise:
ich liebe, begreife,
und leide.

Worte haben ihr eigenes Gesicht.
Eh´man sie spricht sei´n sie abgewogen,
wohl überdacht.
Über Nacht haben sie den besten Freund
zu Feind gemacht.

1989

Der Herausgeber schreibt:

...er malt Könige und Königinnen. Könige auf Holzplatten und naturgewachsenen Bohlen, vornehmlich Eichenbohlen aus alten Holzgebälken -400 Jahre alt und mehr, Könige mit den Insignien der Macht, mit Kindern, mit Sonnen, mit Tieren.

Könige kennt jeder von uns aus der Geschichte. Sie herrschten, hatten Macht und Einfluß, waren nicht immer Vorbild und Menschen.

Udo Wollmeiners Könige sind jedoch Menschen. Menschen, die das Gute, das Schöne vermitteln wollen. Sie wollen Freude machen und ihre Betrachter froh stimmen. Das ist gerade in der heutigen Zeit mit den vielen sozialen Problemen wichtig.

Leider vergriffen

1994

Textauszug:

Gegen den Wind gesprochen

Was haben wir
nicht alles gegen
den Wind gesprochen,
haben lauthals gemahnt;
gewarnt, waren betroffen.

Doch gehört
hat uns kein
Menschenkind,
auch nicht der Wind.

Die Worte
fielen immer wieder
bohrend wie Pfeile
auf uns selbst
zurück.

1996

Textauszug:

Mutig Schritte wagen

Schön ist es zu leben, dazu brauchst du Mut,
nicht alles wird dir in den Schoß gegeben,
nicht alles ist auch gut.

Mutig mußt du dich entscheiden.
Sollst du stehen bleiben, wenn dein Nachbar Hilfe braucht?
Wirst du weitergehen, wenn die Schritte unbequem?
Wirst du dich verstecken,
wirst du innerlich zerbrechen, wenn du keinen Ausweg weißt?

Habe Mut und glaub an dich, so wie du bist mit Fehlern
und Talenten!
Wenn du stolperst, raff dich immer wieder auf,
such nach neuen wegen!
Schau der Welt offen in´s Gesicht,
lern, mit anderen zu leben!

1998

Textauszug:

Eisen im Feuer

Wer wird unsere Eisen
schmieden so lange sie heiß sind?
Sind wir es nicht selbst, die sich da
vor der düsteren Esse plagen,
um Schlag auf Schlag
dem glühenden Eisen
auf dem sich wehrenden Amboss
eine endgültige Form erzwingen,
auf der Hut dabei, dass uns
die Glut nicht erkaltet, die Kräfte erlahmen.
Nicht immer sind wir mit dem Ergebnis
unseres Tuns zufrieden........


Leider vergriffen

2004

Textauszug:

wagen und bewegen

Wer wagt gewinnt,
wer stille steht, sich nicht bewegt
wird bald schon
übergangen.

Wer sich regt, nicht schläft;
wer auch nur unverzagt
Geringstes wagt,
gewinnt bestimmt.

Wer sich regt und sich bewegt,
nach Ziel und Richtung fragt;
verneint, bejaht,
der versteht und überlebt.

2006

István Tatár, ein Jude, wurde in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht.
Dort war er, wegen seiner großen Sprachkenntnisse, als Dolmetscher tätig.
Das rettete ihn vor den Gaskammern.
Heinz Fennekold lernte ihn kennen. Im Rahmen vieler Gespräche erzählte
Tatár ihm u. a. aus seinem Leben.
Daraufhin bat Herr Fennekold ihn, doch einmal seine Geschichte aufzuschreiben.

Nach einiger Zeit der Überlegung sagte Tatár zu.
So entstand die Drucklegung dieses Buches beim Athenaverlag

2014

Wert(e)volle Begegnungen

Botschaftsgespräche in
Bern, Prag und Wien.

(Erschienen 4 mal.
Dieses Heft 2014)



2018

Textauszug:

Minderheiten

Wenn Minderheiten Hakenkreuze schmieren,
Menschen drangsalieren;
müssen andere Minderheiten reagieren.
Doch militante Schläger haben Waffen.
Mit Waffen schlagen
sie den Bruder Abel tot.

Unsere Waffen sind nur Worte,
töten nicht,
auch keinen Kain.

Aber unsere Worte können auch
gezielte Waffen sein,
wenn wir
verstehend überzeugen,
ohne haßerfüllt zu sein.

2018

Textauszug:

Wir alle sind der Friede

Wir alle sind der Friede,
jede einzelne Stimme zählt
hier und jetzt und
auf der ganzen Welt.

Jeder, der an Waffen schmiedet,
kehrt sich von uns ab,
unsere Welt braucht endlich Frieden,
damit sie nicht in Scherben fällt.

Wir stehen in ihrer grenzenlosen Schuld,
wir alle sind bescheidene Friedensboten,
wir brauchen keine Waffen, keine Toten,
wo Freunschaft Friedensbande hält.

Leider vergriffen

2019

Textauszug:

Bischof Malý schreibt:

... Der Gott ist in seinen Wegen zu den Menschen erfinderisch
und die Weise seines Kommens in unsere persönliche und
gesellschaftliche Geschichte ist unerschöpflich.
Der Gott wacht, schützt und ermuntert im Guten.
Seine Engel sind unzählig.
Die Freude und die Hoffnung für unseren Weg mit Christus und zu Christus.

2020
Die Texte beschreiben den Zustand, welcher momentan unser Zusammenleben
mit seinen ganzen Unzulänglichkeiten aktuell ausmacht.

Textauszug:
Lebensfreude
Leben ist Lachen, so richtig aus dem
Herzen heraus, als wäre das Lachen
wie fröhliches Singen.
Wer es mag, eine Melodie für den
eigenen Tag.

Lachen ist Leben.
Wer seinen Tag voller Missmut beginnt,
dem seien auch zwei froh
lachende Augen gegeben.

Lachen ist Leben,
man kann sein Lachen verschenken
aus liebender Lust.

Leben ist Lachen,
Lachen gibt Frieden,
Lachen macht Mut,
Lachen tut gut.

2020
Ein Überblick der bisher in dieser
Buchreihe erschienenen Exemplare.

2021
Heinz Fennekold sagt DANKE.
Das Wort Danke sagen viele Menschen, doch was hat es damit auf sich?

Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann und Paul Reding haben sich dazu in Wort und Bild ihre Gedanken gemacht.


Zum Beispiel sagt Paul Reding:
-Dankbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit- oder -Dankbarkeit kennt keine Grenzen- oder -Nicht nur der Mund sagt Danke, auch Herz und Augen- oder -Ein kleines Lächeln aus Dankbarkeit ist mehr wert als gesprochene Worte- oder -Die Straßen der Reichen sind nicht mit Dankesworten gepflastert-

Ralph Weimann schreibt in seinem Beitrag:
Das Geschenk des Lebens - Dankbarkeit u.a.
.....Aus dieser Perspektive erschließt sich das Verstehen dessen, was Dankbarkeit ist. Die gr0ssen Dinge im Leben lassen sich "nur" empfangen, so wie das menschliche Leben und das ewige Leben. Durch die Dankbarkeit zeigt man die Wertschätzung für das, was man erhalten hat. Dadurch verliert man nichts, sondern im Gegenteil, erst jetzt erschließt sich das Verstehen. Das Leben, und alles, was damit verbindet, wie Freudschaft, Liebe, Großzügigkeit, erhält einen neuen und tiefen Sinn. Erst jetzt zeigt sich, was das Leben groß und schön macht.

2022
Zusammenstellung aller bisher in der Reihe erschienener Exemplare.


Heinz Fennekold schreibt zum Anlass der Herausgabe des Druckes:


Liebe Freudinnen,
liebe Freunde.

Die Nachfragen, welche Schriften in der Buchreise
„Lesenswertes über Lebenswerte“ gedruckt wurden, haben mich veranlasst, diese kleine Zusammenstellung drucken zu lassen. Für Dich hier nun die kleine Übersicht.

In allen Heften geht es um das Leben als Wert an sich, es geht darum, das Leben zu begreifen und aktiv zum Guten und Besseren zu gestalten. Möge es gelingen, diese Hilfestellungen zur persönlichen Aufmunterung Deines Lebens für das Gute und für das Schöne, gerade in der heutigen Zeit, aufzunehmen.

Hierfür ein herzliches Glückauf!



Kaleidoskop des Lebens

Kaleidoskop des Lebens

2023

Auszug: Paul Reding schreibt


Der Mann mit Vorsicht

Seine Lebensbeschreibung ist weit mehr als nur die Formulierung eines beruflichen Werdegangs. Sie umfasst einen Menschen, der sich ein halbes Jahrhundert lang gesellschaftlich prägend eingebracht hat in einen Energiekonzern inmitten des Ruhrgebiets. Diesem Menschen gelingt es, begeisternd in diesem Betrieb aufzugehen. Er ist mit Leib und Seele dabei, nimmt Mitarbeiter kollegial und zukunftsweisend mit. Sein Ziel: Friedfertigkeit, Nachsicht, Gerechtigkeit. So findet Heinz Fennekold sehr früh seinen auf ihn zugeschnittenen Traumberuf. Er wird ihn niemals bedauern, wohl nachtrauern.



  • Schriften aus meinem ehemaligen Verantwortungsbereich bei VEW/RWE

2000

Vorwort

Wenn ein Unternehmen auf eine 75-jährige Geschichte zurückblicken kann, werden üblicherweise alte Geschäftsberichte und Firmendokumente gewälzt, und es wird die Erfolgsgeschichte des Unternehmens geschrieben. Festgemacht an Expansionen, Bilanzsummen, Leistungssteigerungen.


Dabei wird allzu leicht vergessen, wem denn all diese Erfolge zu verdanken sind. Nicht nur das Management, nicht nur die Kapitaleigner - es ist die Belegschaft, es sind die Menschen in einem Unternehmen, die die Leistungen durch Ideen und Arbeit erbringen, die zum Gewinn und zur DividendenzahIung führen. Es sind die Menschen, die die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens maßgeblich mitbestimmen. Als Transmitter zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft fungieren die Vertrauensleute, die Betriebsräte, die Vertreter der Gewerkschaften und die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat. Diese Wirkungsweise - das Sinn machende und Erfolg versprechende Miteinander - ist Gegenstand dieses Buches. Es soll aufzeigen, wie VEW sich dank des gelungenen Zusammenwirkens der Verantwortung tragenden Menschen - der Arbeitnehmervertreter und der Vorstände - zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickeln konnte.


Der Autor hat Akten eingesehen, Geschäftsberichte gelesen und vor allem mit Zeitzeugen gesprochen - mit Menschen, die mit ihrem persönlichen Einsatz einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung geleistet haben.


Kein Geringerer als Wendelin Wedeking, der Chef des kleinsten unabhängigen Automobilbauers der Welt, nämlich der Porsche AG, hat in seiner Replik auf die Ehrung zum Manager des Jahres 1999 erklärt, dass er um keinen Preis auf die Mitwirkung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer verzichten wolle. Und dass dies sein größtes Problem bei Fusionsgedanken sei, denn diese Kultur deutscher Unternehmen sei im Ausland bei weitem nicht so gegenwärtig.

VEW und Mitbestimmung - wie sich beides entwickelte und 75 Jahre lang zum Erfolg führte - sind Gegenstand der Betrachtungen, Berichte und Interviews auf den folgenden Seiten. Dazu noch einmal Wedeking: "Ein Mitarbeiter braucht keine zusätzliche Motivation, wenn er selbst mitbestimmen kann, wo es langgeht." Das gilt auch für die Tochtergesellschaften der VEW, die in den letzten zehn Jahren angegliedert wurden und die selbst ihre persönliche Biografie einbringen. Die Auswahl der Interviewpartner erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die in diesem Buch nicht ausdrücklich und namentlich erwähnt sind. Menschen, deren Arbeit im Unternehmen, deren Engagement für das Unternehmen ebenso wichtig für dessen Entwicklung gewesen ist.
Sie sind nicht vergessen. Sie alle haben in 75 Jahren dazu beigetragen, aus VEW das zu machen, was sie ist.

Ich wünsche Ihnen, die Zeit zu finden, die nachfolgenden Seiten zu lesen. Sie sind spannend und eine erste Dokumentation über die Auswirkung der Mitbestimmung in einem Großunternehmen. Ich bin zuversichtlich, dass der Geist 75-jähriger erfolgreicher Mitbestimmung auch das neue, noch größere fusionierte Unternehmen RWE bestimmen wird.

Heinz Fennekold
Mitglied des Vorstandes der
VEW AG und der VEW Energie AG